Die Traditionelle Thai-Massage

Was ist eine Traditionelle Thai-Massage?

Die Traditionelle Thai-Massage kommt ursprünglich aus Thailand. Sie wird oft mit „TTM“ abgekürzt. In Thailand heißt sie „Nuad Phaen Boran“, was frei übersetzt „alte, heilende Berührung bedeutet. Diese wird aber so gut wie nie angeboten da es wenige gibt die diese alte Kunst beherrschen.  Diese alte Form beinhaltet das so genannte „Knacken“ und Ausrenken von Knochen bzw. Verspannungen. Da dies aber im Falle einer Schädigung in den meisten teilen der Welt zu Schadensersatzansprüchen führen würde, hat sich eine abgewandelte Form durchgesetzt. Sie beinhaltet einige Yogaelemente die zur Entspannung beitragen. Oft werden Daumen, Ellenbogen und Unterarm benutzt um die zehn Energielinien und -felder (thail.: sip zen), die den Körper durchziehen, zu stimmulieren. Es ist also eher eine Akupressur und Reflexzonenmassage die sich an der Anatomie des menschlichen Körpers orientiert und entfernte Punkte wie auch innere Organe positiv beeinflusst.

Kampf gegen Missverständnisse

Die Thai-Massage muss jedoch oftmals mit einem etwas anrüchigen Ruf kämpfen. Dabei ist dieser absolut nicht gerechtfertigt.  Es handelt sich hierbei um eine seriöse Massage. Die Massage wird traditionell auf dem Boden ausgeübt. Dadurch befinden sich Therapeut und Patient auf derselben Ebene, sodass der Masseur in der Lage ist, sein Körpergewicht auf eine optimale Weise für die Massage einzusetzen. Kraft, Druck und Energie führen hier zu einem sehr hohen, therapeutischen Nutzen.

Für wen eignet sich die Traditionelle Thai-Massage?

Die Traditionelle Thai-Massage ist generell für Menschen jeglichen Alters geeignet. Zudem wird die Massage aber auch bei verschiedenen Symptomen und Krankheiten eingesetzt. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Fehlhaltungen
  • Bewegungseinschränkungen allgemeiner Art
  • Störungen des Verdauungstraktes
  • Schlafstörungen
  • Burn-out-Syndrom
  • Gelenkerkrankungen
  • Durchblutungs- und Kreislaufstörungen
  • Muskuläre Verspannungen
  • Schwindel
  • Ohrensausen

Was passiert bei der Traditionellen Thai-Massage?

Bei einer Traditionellen Thai-Massage gehört eine intensive Vorbereitung mit einem persönlichen Gespräch des Patienten immer dazu. Es wird eine detaillierte Anamnese durchgeführt, sodass der Masseur anschließend in der Lage ist, einen individuellen Behandlungsablauf einzuplanen.  Für die Massage selbst sollten mindestens 60 Minuten eingeplant werden, weshalb wir kürzere Zeiten garnicht erst anbieten. Hierbei wird ein nahezu meditativer Zustand der Tiefenentspannung erreicht.

Ablauf einer Thai-Massage

Im Laufe einer individuellen Behandlung erfolgen verschiedene Maßnahmen:

  • Der Masseur dehnt den Patienten vorsichtig in verschiedene Yoga-Stellungen, was auch als „passives Yoga“ bezeichnet wird. Hierbei werden auch die inneren Organe stimuliert.
  • Fast alle Gelenke des menschlichen Körpers werden mobilisiert und bewegt.
  • Es erfolgt eine Energetisierung, wie etwa durch Aktivierung der verschiedenen Energiepunkte.

Was bringt die Thai-Massage dem Patienten?

Die Thai-Massage kann dem Patienten auf unterschiedliche Weise helfen. So ist zum Beispiel die Behandlung von folgenden Leiden möglich:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Ohrensausen (Tinnitus)
  • Schlafstörungen
  • Schock
  • Husten
  • Knieschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Schwindel

dabei erreicht man folgendes:

  • Eine Tiefenentspannung.
  • Befreiung von körperlichen, emotionalen und geistigen Blockaden sowie Verspannungen.
  • Durch die ganzheitliche Therapie wird der Körper des Patienten in einen Zustand versetzt, in dem er in der Lage ist, eigene Regenerationsprozesse zu aktivieren.

Die Traditionelle Thai-Massage aus wissenschaftlicher Sicht gesehen

Diese besondere Massage-Form ist auch bei Medizinern bestens bekannt. So finden aus wissenschaftlicher Sicht bei der Ausführung einer Traditionellen Thai-Massage unter anderem folgende Sachverhalte statt:

  • Druckpunktmassagen regen die Blutzirkulation an.
  • In der Dehnung kann die Muskulatur entspannen.
  • Yogapositionen beeinflussen das skelettomuskuläre System und wirken sich auf die Körperhaltung aus.
  • Drehungen, Beugungen und Streckungen der Wirbelsäule können durch Zug intensiviert werden und haben einen Effekt auf die körperliche Beweglichkeit.
  • Positionen, in denen die Beine angehoben werden, fördern die Durchblutung und den Lymphfluss.
  • Die Rotation der Gelenke trägt zur Produktion von Synovialflüssigkeit und damit zu körperlicher Geschmeidigkeit bei.
  • In der Tiefenentspannung wird der Parasympathikus aktiviert, sodass die inneren Organe vermehrt durchblutet und der Stoffwechsel angeregt werden.